Trends für Weihnachten 2009

Über die Farbe Lila, Naturmaterialien und die Weihnachtsgurke

28.09.2009 Denise Fritsch

Rückbesinnung auf alte Traditionen: In Zeiten wirtschaftlicher Krisen erfreuen sich die Deutschen an klassischen Weihnachtsfesten mit altbewährten Farben und Bräuchen.

Insbesondere in wirtschaftlichen Talfahrten besinnen sich die Deutschen gern auf traditionelle Sitten und Gebräuche. Auch Weihnachten 2009 wird keine Ausnahme sein: neben den altbewährten Weihnachtsfarben Rot, Silber und Cremeweiß sowie naturnahen Accessoires und Dekoelementen wird die wieder entdeckte Tradition der Weihnachtsgurke das Fest bereichern.

Lila – auch zu Weihnachten eine Trendfarbe

In diesem Jahr werden die klassischen Farben Rot, Silber und Cremeweiß mit Lila und Pflaume kombiniert, die uns bereits durch das gesamte Jahr 2009 hindurch begleiten. Zu Weihnachten werden diese satten Farbtöne nicht selten in den festlich geschmückten Wohnzimmern zu finden sein. Damit die Wohnung und der Weihnachtsbaum nicht von zu vielen Farben dominiert werden, sollte man sich jedoch auf eine Grundfarbe konzentrieren und mit ein oder zwei weiteren Farben stilvolle Akzente setzen. Ein üppiger bunter Weihnachtsbaum, wie er im letzten Jahr bevorzugt in deutschen Wohnzimmern zu finden war, ist in diesem Jahr nicht mehr gefragt.

Natürliche Weihnachtsdekoration

Ganz im Sinne der Sparsamkeit zu wirtschaftlichen Krisenzeiten geht der Trend im Jahr 2009 wieder zu mehr Naturmaterialien: Zweige, Zapfen, Äpfel, Moos oder Beeren und Blätter, frisch duftend aus dem Wald oder wiederverwendbar aus dem Baumarkt, fließen in diesem Jahr in die winterliche Dekoration ein. Als Accessoire auf dem gedeckten Tisch, eingearbeitet in einem Adventskranz oder dekorativ als Weihnachtsschmuck: Naturmaterialien lassen sich vielfach einsetzen.

Auch die erzgebirgische Weihnachtskunst hat sich 2009 wieder auf schlichte Naturtöne zurückbesonnen: Nicht mehr buntlackierte Nussknacker und Räuchermännchen, sondern einfache Holzfarbtöne sind wieder begehrt.

Kerzen sind wieder besonders beliebt

Während in den vergangenen Jahrzehnten die Weihnachtskerzen aufgrund der Brandgefahr durch elektrische Lichter ersetzt wurden, ist seit einiger Zeit wieder der Trend zu echten Kerzen auf dem Baum zu beobachten. Das warme Schimmer der Kerzen erzeugt eine besinnlichere Atmosphäre als das elektrische Licht der Plastikkerzen. Auf diesen Trend sollte man jedoch verzichten, wenn man noch kleine Kinder hat.

Kerzen gibt es mittlerweile in allen möglichen Variationen und Formen, mit Ornamenten oder ohne, mehrfarbig oder unifarben. Doch besonders populär sind in diesem Jahr Teelichter, die es mittlerweile in unterschiedlichen Farbtönen zu kaufen gibt. Sogar die aufwendig gestalteten Pyramiden und Lichterbögen aus dem Erzgebirge, die seit jeher mit speziellen Pyramidenkerzen ausgestattet waren, sind nun auch für Teelichter geeignet.

Ein alter deutscher Brauch lebt wieder auf – die Weihnachtsgurke

Ein altdeutscher Brauch, der in den USA bekannter ist als in seinem angeblichen Ursprungsland, ist das Verstecken der Weihnachtsgurke. Die Tradition besagt, dass die Eltern am Heiligen Abend eine saure Gurke in den Zweigen des Weihnachtsbaumes hängen, die die Kinder suchen müssen. Die Suche gestaltet sich allerdings schwierig, da die Gurke eine ähnliche Farbe hat wie die Nadeln des Tannenbaumes und deshalb gut getarnt ist. Das Kind, das die Gurke als Erstes findet, bekommt schließlich ein zusätzliches Geschenk und darf damit beginnen, die seine Geschenke zu öffnen.

Der Sinn dieses Brauches soll darin liegen, dass die Kinder sich nicht nur auf die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum konzentrieren, sondern sich darauf besinnen, wie der Baum geschmückt ist. Heute werden statt echter Gurken etwa drei bis acht Zentimeter große Gurkenimitate aus Glas verwendet.

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